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Historie des Glashandwerkes

 

Von 5000 vor Christus bis heute – Die Geschichte des Glases

 
Die Geschichte des Glases reicht bis viele Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung zurück. Unsere Erde beherbergt die benötigten Rohstoffe, wie unterschiedliche Oxide und Quarzsand von Natur aus und kommt es hier durch extrem hohe Temperaturen, wie beispielsweise durch einen Blitzeinschlag, die Eruption eines Vulkans oder durch den Einschlag eines Meteoriten, so werden die einzelnen Rohstoffe miteinander vermählt – es entsteht Glas.

Glas werden wir wahrscheinlich überall im Universum finden können – selbst die bemannte Mondexpedition durch die Apollo-14 hat Steine vom Mond mitgebracht, in denen Glas nachgewiesen wurde.

Dass man Glas nicht nur zufallsbedingt finden, sondern auch herstellen kann, haben uns Funde von Glasperlen in alten ägyptischen Königsgräbern bewiesen, die um 3500 v. Chr. entstanden sind. Auch im einstigen Mesopotamien wurden 1500 v. Chr. bereits Hohlgläser mittels eindeutiger Techniken hergestellt.

Eins der ältesten überlieferten Rezepte zur Glasherstellung stammt von einer Tontafel aus der Bibliothek des assyrischen Königs Asurbanipal (700 v. Chr.):
 
" Nimm 60 Teile Sand, 180 Teile Asche aus Meerespflanzen, 5 Teile Kreide - und du erhältst Glas".
 
Eine weitere Quelle für Glas vor unserer Zeit bietet der römische Historiker Pliny, der 23 bis 79 vor Christus lebte. Er beschrieb vom Handelstreiben der Phönizier, die durch Zufall Glas beim Kochen entdeckten, denn ihr Kochtopf lagerte auf nitrathaltigen Blöcken und in Folge der hohen Temperatur verschmolzen diese Blöcke mit dem Sand und es bildete sich eine glasartige Substanz.

Das auch heute noch bekannte Glasmacherwerkzeug birgt eine ebenso alte Geschichte, denn bereits um 200 v. Chr. wurden diese erfunden und auch zur Herstellung von flachem Glas genutzt. Heutzutage ist dieses flache Glas in Form von Fensterscheiben nicht mehr wegzudenken und die ersten ihrer Art hielten traditionell Einzug im Römischen Reich mit Beginn unserer Zeitrechnung. Hier, in Rom soll sich auch die Wiege der professionellen Glasherstellung in Form eines Gewerbes befinden, dass sich bis 300 n. Chr. von hier in ganz Europa ausgebreitet hat.

Ob in der Industrie, im Privathaushalt, als Kunstgewerbe oder in der Wissenschaft und dem Gesundheitswesen, schnell hielt dieser faszinierende Werkstoff Einzug in alle denkbaren Bereiche. So erfreuten sich sehschwache Menschen bereits Mitte des 12. Jahrhunderts ihrer Sehhilfen.
 
Zu wissenschaftlichen Zwecken, in der Medizin und Astronomie wurde Glas ab dem 16. Jahrhundert in Mikroskopen und Fernrohren eingesetzt.
 
Bekannte Wissenschaftler und Namensgeber heutiger Forschungs- und Bildungsinstitute, wie Carl Zeiss, Dr. Otto Schott, Ernst Abbe und Joseph Frauenhofer beschäftigten sich unter anderen mit Glas nicht nur aus einer Leidenschaft, sondern auch aus ihrer Profession heraus mit Glas.

So nahm die Evolution des Glases ihren Lauf und trägt dazu bei, dass bis heute jegliche Messinstrumente stets verbessert werden können, neue Einsatzgebiete gefunden und neue Formen von Glas erfunden werden, wie beispielsweise das ultradünne flexible Glas.

Eins hat sich nicht verändert, seitdem Glas kontrolliert hergestellt werden kann: Die Leidenschaft für den Werkstoff, die Faszination an der Arbeit mit eben diesem Material, welches in seiner Verwandlung so vielfältig ist, wie kaum ein anders auf dieser Welt. Glaskünstler gestern und heute tragen Zeit ihres Lebens dazu bei, dass Glas nicht nur als technologisch wertvolles Material angesehen wird, sondern in der Hand zu wahren Kunststücken geformt werden und in seiner prunkvollsten Form ausgestellt und gesehen wird.